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Artikel über Agni

von Johanna Schröder

Der Stoff, der aus dem Glück entsteht

Ebenso wie das Lebensfeuer Agni hat Ojas in der Ayurveda-Lehre eine zentrale Bedeutung. Um seine Rolle zu verstehen, muss man sich zunächst mit dem Begriff Dhatu beschäftigen, der wiederum sehr viel mit der Ernährung nach Ayurveda zu tun hat.

Sieben Gewebe und ihre Verbindung
Nahrung muss so ausgewogen sein, dass der Körper alle seine Bedürfnisse daraus erfüllen kann. Diese sehr allgemeine und sicher unumstrittene Regel wird in der Ayurveda-Lehre auf sieben verschiedene Gewebearten, die der Körper aufbauen und erhalten muss, konkretisiert. Sie werden als die sieben Dhatus bezeichnet und sind materiell zu fassen. Ojas wird gelegentlich das „achte Dhatu“genannt, unterscheidet sich aber grundlegend von den sieben anderen. Ojas ist nämlich immateriell, also nicht greifbar und damit in der Schulmedizin und mit Methoden der Naturwissenschaften nicht nachweisbar. Philosophen, Esoteriker und Anhänger traditioneller Religionen benutzen auch den Begriff der Feinstofflichkeit und meinen damit einen Stoff, der feiner und beweglicher ist als der Grobstoff, aus dem alle sichtbaren Körper bestehen. Ojas ist die unsichtbare Verbindung von Körper und Geist. Es wird nach Ajurveda produziert, wenn die sieben anderen, materiellen Dhatus im gesunden Einklang sind, also das Lebens- und Verdauungsfeuer Agni gut funktioniert. Auch bei positiven Erlebnissen schüttet unser Körper Ojas aus, vergleichbar mit einem Glückshormon.

Verantwortlich für Immunsystem und Psyche
Der Ayurveda-Ratgeber http://www.ayurvedatrends.com betont die zentrale Bedeutung des Ojas für Ayurveda. Ein ayurvedisch praktizierender Arzt wird stets darauf achten, dass die Ernährung geeignet ist, das Feuer in uns – Agni – zu unterhalten und die sieben Dhatus zu bilden, sodass dadurch Ojas entsteht. Wenn schon nicht stofflich nachweisbar, ist Ojas erkennbar an einem intakten Immunsystem, einem gesunden Aussehen und allgemein an einer Harmonie zwischen allen Körperteilen. Den Psychologen interessiert dagegen eher die seelische Komponente. Folgt man Ayurveda, lassen sich psychische Probleme, mangelnde Lebensfreude und Energie, mit einem Fehlen von Ojas erklären. Eine Therapie sollte darauf abzielen, das Lebensfeuer Agni richtig zu ernähren.

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